Klink für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Akupunktur

Die Akupunktur stellt ein seit ca. 5000 Jahren bekanntes Behandlungsverfahren dar, das in China seitdem überliefert und weiterentwickelt wurde.
In Europa ist sie das bekannteste Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die außerdem die Kräutermedizin, Tuina (Massagetherapie), Diätetik (Ernährung),Qi Gong (Atem- und Bewegungsübungen) beinhaltet.

Nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der gesamte menschliche Körper von Energieleitbahnen, den Meridianen, durchzogen. Auf den Meridianen liegen die Akupunkturpunkte. Das Prinzip der Akupunktur besteht darin, dass entsprechend der Erkrankung bestimmte Akupunkturpunkte stimuliert werden; dieses durch die Applikation von Nadeln allein oder in Kombination mit Wärmetherapie oder Schröpfen erzielt.

In der klassischen Körperakupunktur werden auch Akupunkturpunkte behandelt, die scheinbar weit entfernt von der eigentlichen Krankheitsursache liegen.

Ergänzend oder alternativ zur klassischen Körperakupunktur können sogenannte Mikro- akupunktursysteme zur Anwendung kommen. Hierzu zählen die Ohrakupunktur, die Schädelakupunktur und die koreanische Handakupunktur. Die Behandlung erfolgt hier jeweils nur am Schädel, dem Ohr oder der Hand.

Die an unserer Klinik bevorzugt angewandten Verfahren sind die Körperakupunktur und die Ohrakupunktur. Werden bei der Körperakupunktur die Nadeln an den entsprechenden Punkten appliziert und ca. 20 Minuten belassen bei einer Behandlungsfrequenz von drei Behandlungen pro Woche, kann die Ohrakupunktur außerdem mit Dauernadeln erfolgen, das bedeutet, dass die Nadeln  für mehrere Tage belassen werden.

Durch die WHO wurden Indikationen für Akupunkturtherapie u.a. auf den Gebieten der Zahnheilkunde (Schmerztherapie, Parodontologie), der Neurologie (Trigeminusneuralgie, Fazialisparese), der HNO (Rhinitis, Tinnitus), Augenheilkunde, Orthopädie anerkannt. Wichtig ist, dass vor der Behandlung mit Akupunktur eine schulmedizinische Abklärung des Beschwerdebildes erfolgen muss. Erst dann kann entschieden werden, ob eine Behandlung mit Akupunktur allein oder begleitend zur westlichen Medizin sinnvoll ist.

Durch die gesetzlichen Krankenkassen werden zum jetzigen Zeitpunkt auf Antrag die Kosten für die Akupunkturbehandlung von Rücken- und Knieschmerzen übernommen.

 
Letzte Änderung: 29.07.2011, 16:26 Uhr
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