Klink für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Kieferspaltverschluss

Bei bestimmten Spaltformen ist es erforderlich, Knochen in den Kieferspaltbereich (d. h. in die Knochenlücke des Zahnbogens) zu transplantieren, um die kieferorthopädische Einordnung der Zähne zu erleichtern. In Abhängigkeit von dem Stand der Zahnentwicklung erfolgt dieser Eingriff in der Regel im Wechselgebiss im Alter von 8 - 11 Jahren. Da die Transplantation von körpereigenem Knochen in zahlreichen Untersuchungen einen deutlichen Vorteil im Vergleich zum Einsatz von Knochenersatzmaterialien zeigte, führen wir den Verschluss der Kieferspalte mittels Knochen vom Beckenkamm durch. Dank moderner Operationsmethoden ist zur Entnahme des Beckenkammknochens nur ein sehr kleiner ca. 1 - 2 cm großer Hautschnitt über dem seitlichen Beckenkamm erforderlich.

In Absprache mit dem behandelnden Kieferorthopäden wird dieser Eingriff auch dazu genutzt, überzählige Zahnanlagen im Kieferspaltbereich zu entfernen oder noch nicht durchgebrochenen Zähnen zum Durchbruch zu verhelfen.

Bei einigen Patienten kann eine Knochenverpflanzung in den Kieferspaltbereich auch zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich werden. Insbesondere, wenn nicht angelegte Zähne durch Implantate im Kieferspaltbereich ersetzt werden sollen oder im Rahmen von kieferverlagernden Korrekturoperationen, ist gelegentlich eine Kieferspaltosteoplastik nach Wachstumsabschluss notwendig.

 
Letzte Änderung: 21.07.2011, 15:16 Uhr
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