Klink für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Schnarchen/Schlafapnoe

Schlafbezogene Atmungsstörungen stellen eine Gruppe von Erkrankungen dar, deren medizinische und soziale Relevanz erst seit kurzem bewußt werden.

Ein Symptom, das nächtliche Schnarchen, wird in seinem möglichen Krankheitswert häufig verkannt und meist belächelt.
1 - 5 % der Gesamtbevölkerung Deutschlands sind davon betroffen, an der häufigsten Form, der obstruktiven Schlafapnoe (OSAS), leiden über 400 000 Personen.

Als Folge der nächtlichen Atemstillstände kommt es neben den hämodynamischen Folgen wie Hypertonie und kardialen Arrhythmien auch zu einer mitunter drastischen Verminderung der Schlafqualität, was zu Abgeschlagenheit, depressiver Verstimmung und zwanghaftem Einschlafen führt.

Bei einer Häufigkeit von über 20 Atemstillständen pro Stunde Nachtschlaf (Apnoeindex > 20) ist die 8-Jahres-Lebenserwartung auf Grund der Kreislaufbelastung von 96 - 100 % bei gesunden Personen auf 60 % reduziert.

Wichtigste Ursache für die Einschränkung der Tagesleistungsfähigkeit und die Einschlafneigung ist die häufige Unterbrechung (Fragmentierung) des Tiefschlafs durch Aufwachreaktionen (arousal), die eine nächtliche Erholung verhindern.Neben der Inneren Medizin, der Neurologie und der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beschäftigt sich auch die Zahnheilkunde sowie die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie mit der Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen, was den notwendigen interdisziplinären Ansatz begründet.

Allgemeine Hinweise
Pathophysiologie - Ursachen
Nasale Überdruckbeatmung (n-CPAP Therapie)
Chirurgische und nicht-chirurgische Behandlungsmöglichkeiten
 
Letzte Änderung: 28.07.2011, 15:06 Uhr
Zurück zum Seitenanfang springen
Zurück zum Seitenanfang springen
Klink für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie