Klink für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie
 Universitätsmedizin Leipzig

Arbeitsgruppe : Bildverarbeitung - Biomechanik

Asymmetrien bzw. Störungen im Schädelaufbau sind ein häufig anzutreffendes Problem in der MKG-Chirurgie. Ursachen hierfür sind angeborene Fehlbildungen, Unfälle bzw. Gewebsverluste nach Tumoreingriffen.

Zur Wiederherstellung einer "regelrechten" Form können zum einen körpereigene Transplantate dienen, die Vor- und Nachteile aufweisen. Ist das Lagergewebe nicht beeinträchtigt und die bedeckende äußere Haut ausreichend dick, können andererseits individuelle angefertigte Implantate aus Titan oder Keramik zum Einsatz kommen. Diese können theoretisch perfekt geplant werden und können in einem meist kleineren Eingriff ohne wesentliche Komplikationsgefahren eingebracht werden.

Im Rahmen von Studien wird der Zusammenhang von äußerer Form und fehlendem Knochengewebe untersucht, um bessere Planungsmöglichkeiten für das Implantatdesign zu erhalten.

schwerpunkte13 Planung von Implantaten zum Aufbau der Wangenregion (rot) schwerpunkte14 Überprüfung der Passgenauigkeit am entsprechenden Biomodell (lasergesintertes Schädelmodell des Patienten, Implantate aus Keramik (Bioverit©, Fa. 3di Jena)) schwerpunkte15 Planung eines Stirnimplantates schwerpunkte16 Titanstirnimplantat (Fa. 3di, Jena)

schwerpunkte17 Im Rapid Prototyping Verfahren erstelltes Ohr (Spiegelung des vorhandenen Ohres) vor Einarbeitung in eine Epithese Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die direkte Erstellung von Körpern zum Ersatz von fehlendem Weichgewebe (Epithesen). Diese können durch Spiegelung der Gegenseite direkt hergestellt werden und können über Magnete, Brillen o. ä. fixiert werden.


 
Letzte Änderung: 28.07.2011, 16:33 Uhr
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